Alltag aus, A Summer’s Tale an

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Es trafen sich einmal im idyllischen Norden packende Livemusik, inspirierende Kunst, bunte Lesungen, kreative Filme, die wunderschöne Natur & der pure Genuss. Sie harmonierten so gut miteinander, da war schnell klar, sie sollten ihr Zusammenkommen alljährlich feiern. Im Sommer, wenn die Schmetterlinge mit dem Wind fliegen und die Sonne lacht. Ich finde kaum passendere Worte, dieses wunderbare Festival zu beschreiben. An vier Tagen im Jahr ist es nicht wichtig was dir dein Alltag beschert. Sobald die Tore zum Zeltplatz geöffnet sind, man sich sein Plätzchen ausgesucht hat und die mitgebrachte Unterkunft steht, ist der Bann des Luhmühlener Sommer-Festivals zu spüren. Zu meiner persönlichen Freude haben wir wieder den Wohnmobilplatz von letztem Jahr und auch die Nachbarn sind bekannt; schön dass nicht nur wir wieder gekommen sind. Kurze Zeit später am Tag dürfen wir dann zum ersten Mal auf das Festival Gelände und mit großer Spannung füllen sich zu diesem Zeitpunkt die Reihen am Einlass. Wenn ich so um mich schaue entdecke ich viele herzliche Gesichter, Kinder, junge Erwachsene, überwiegend, ich denke …. Ich kann’s nicht sagen, es ist so gemischt wie kaum bei anderen Veranstaltungen. Ungeduld macht sich breit, das Einlasspersonal beginnt die ersten passieren zu lassen. Vier Tage lang werde ich hier von gelassenen, freundlichen Menschen begrüßt und da ich schon mal hier war, weiß ich schon grob was ich zuerst machen werde: auskundkschaften welch herrlich leckere Köstlichkeiten mir die Ernährungs-Entscheidungen wahnsinnig schwer machen in der kommenden Zeit.

Food Festival

Die leckeren Quarkkreationen oder auch die frozen Variante mit Kirschen, Himbeeren, Erdbeeren und Bananen harmonieren so was von unverschämt gut mit Oreo, Cookies, Schokoflöckchen hell/dunkel oder Karamellsoße. Es duftet nach Waffeln und Crepes, leckerem Kaffee und ich sehe herrlichen Butterkuchen mit Schlagsahne. Passt alles, ist ja gerade Nachmittag und quasi Käffchenzeit.

     

Habt ihr schon mal einen “Latin Burger” aus Maismehl gekostet, mit Guacamole, Chili sauce, Jalapenos, Avocado und knackigem Salat? Oh mein Gott, ich könnte mich reinlegen – in alles hier, Vincent Vegan’s Kreationen, grandios gute Gnocchi aus Bella Italia und die Verkäufer haben den traditionell sonnigen Flair aus dem Süden direkt mitgebracht. Die gute Laune ist ansteckend. Schnucke, Falafel, mexikanische Tortillas, indisches Hähnchen-Curry, Grilled Cheese, Lachsdöner, Wurst vom Strauß oder aber mein persönlicher Favorit vom legendären Knollenknacker, dem Ziegentraum. Im Grunde gibt es jede Stunde vier Tage lang exquisiten Gaumenschmaus. Perfekt!

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The Whiskey Jack und die Honigfrau
 
Zu dem lässigen A Summer’s Tale Ale, kann man im Vortrag des wunderbar herzlichen Geraóid O’Callaghan aka The Whisky Jack die vielen Facetten seines Lieblingsgetränks kennenlernen. Er spricht mit einem wunderbaren Akzent und ich fühle mich direkt nach Irland katapultiert. Ein Land, ganz oben auf meiner „to go -Liste“. Ich kann mich nicht erinnern so viele Düfte und Geschmacksnuancen mit einem Whsiky erlebt zu haben. AHA-Erlebnis vom Feinsten. Bisher gehörte meine Liebe dem Gin. Doch Liebe wird bekanntlich größer wenn man sie teilt. Das behalte ich im Hinterkopf und lausche den Experten um Geraóid nach dem offiziellen Teil noch etwas. Wer auch noch etwas dazu lernen will, here you go: http://thewhiskyjack.com/#home

Ich liebe natürliche Produkte und am Liebsten sind mir die, bei welchen der Mensch möglich wenig seine Finger im Spiel hat. Für mich somit dieses Jahr einer der ersten Workshops, für den ich die praktische Voranmeldung nutze. Gut so, denn er war sehr gefragt und dementsprechend schnell voll: die Honigfrau Agnes Flügel gibt in ihrem hoch frequentierten Workshop rund um den Honig und die Bienen Einblicke in Ihren Alltag, lässt uns kosten von ihrem leckeren Honig und stellt ihr Buch vor. Ich habe schnell einen klaren Sieger ihrer Honigvariationen: Espresso Honig. Wer der Kaffeebohne verfallen ist und Bienen Arbeit schätzt, sollte sich das nicht entgehen lassen. Ihre Liebe zu der Imkerei beendete einst die Karriere in der Medienbranche – nach 10 Jahren nicht mehr vorm PC, kommuniziert sie stattdessen nun mit fleißigen, faulen Bienen. Fleißig weil sie im Grunde als gut organisiertes Völckchen auf Hochtouren arbeiten, faul weil die Biene immer nah an der Futterquelle sitzen muss um aktiv zu werden. Bernie war der Imker, der ihr den Blick auf ein anderes Leben gab, die berühmte Tür, die manchmal irgendwo auf geht und alles in ein anderes Licht rückt. Mehr zu ihr und ihrem wunderbaren Honig findet ihr hier: http://www.fluegelchen-honig.de/

Tiefenentspannung

In der Musik kann ich mich wiederfinden, die Musik belebt mein Herz und wenn ich selbst musiziere lernt mein Kopf einige Schalter um zulegen. Vergangenes Jahr konnte ich etwas mit dem Digeridioo üben, dieses Jahr lernte ich das Cajon kennen. Wenn der Meister Sven Bartel loslegt, hört sich das leichter an als es ist aber es macht unglaublich viel Spaß. Vor allem zu MJ’s Billie Jean einen coolen Beat zu kreieren. Sven verkauft seine Instrumente, fertigt sie selbst in seinem Atelier: https://www.cajonatelier.de/

Digeridoomeister Marius Beyer, der es leider dieses Jahr nicht geschafft hat zum Festival, ist derzeit auf OBST Tour durch Europa; ein spannendes Thema zu dem ihr hier weitere Infos findet: http://www.obst2017.de/about/
Zwei, die den Rhythmus leben und mich menschlich begeistert haben. Das ist ganz typisch für A Summer’s Tale. Bei diesen grandiosen Vorlagen bin ich schon jetzt gespannt auf nächstes Jahr.

Dann werde ich auch sicher soweit sein die Welt über Kopf feiern zu können. Von Lucie Beyer kann ich den Handstand lernen und entdecke die Ruhe in mir. Langsam taste ich mich da ran und die ersten Versuche an einer Wand sind gar nicht so schlecht. Wieso hatte ich damit aufgehört einen Handstand zu machen? Kinder sollten nicht ganz erwachsen werden, das stelle ich gerade fest. Ein unglaubliches Gefühl, wenn alles Kopf steht. Meditation & Yoga in allen Facetten https://www.lucieinthesky.org/ Beim A Summer’s Tale sind die Wege kurz und ein lächelndes Willkommensgefühl macht neugierig. In einem der Kurse sind wir umher gelaufen, Fremde, haben sich die Hand gegeben und die Begrüßung war außergewöhnlich: “Hund”, “Tiger”, “Pferd” oder “Luchs”. Liebelingstiere, Lienlingsfarbe – im Grunde gaaaanz einfache Dinge die wir wissen sollten. Denkste. Wenn dann Jemand vor dir steht, dir die Hand reicht und überlegt, “was war denn noch meine Lieblingsfarbe?” kann eine so einfache Antwort auf einmal kompliziert werden. Herrlich. Man lernt in einer Stunde über sich selbst zu lachen, meditiert mit anderen, die man irgendwann am Tag irgendwo wieder sieht und sich erinnert, dass dieser Mensch morgens noch fremd und am Nachmittag ein Gleichgesinnter ist. Man lächelt sich an und hat gemeinsame Erinnerungen….die Farbe grün ist unsere Lieblingsfarbe, zumindst in diesem Moment und das verbindet doch irgendwie.

Erinnerungen, die ich mir mitnehmen und anfassen kann gibt es natürlich auch. Wunderschöne handgemachte Schmuckstücke, Einzelteile, und Besonderheiten, in Leder gebundene Notizbücher, Handtaschen, Beutel, Ketten, Armbänder, T-Shirts, Mützen, Donnenbrillen, Federextensions, Blumen für die Haare und einen Stand der coole live Siebdrucke anbietet. Erfinde dich neu. Letztes Jahr schon hat mich filigraner Schmuck begeistert, dieses Jahr entdeckte ich die Liebe zum Labradorite und den wunderschönen Korkkretaionen von Katrin Rieber aus Hamburg. Schon lange habe ich nach einer individuellen Hülle für mein iPhone 7 Plus gesucht, bei der Größe gar nicht so einfach. Aus Kork mit Gold, die musste es werden. Kennst du das, du schaust hin und eine Stimme flüstert deinen Augen etwas zu und du weißt ohne dieses Teil fährst du nicht mehr nach Hause? ….ja!

Klang & Melodie im Sommer
Ich erinnere mich gut an 2016 hier in Luhmühlen; ich habe die Pierce Brothers in den Arm genommen und mich bedankt für ein unglaubliches Konzert.

Neben den Größen die wir hierzu Lande so kennen war das eines der leidenschaftlichsten energiegeladensten musikalischen Live Perfomrmances die ich bisher gefeiert habe. Sie sind fester Bestandteil meiner Playlist geworden. Dazu gekommen sind in diesem Jahr definitv Bear’s den, Tash Sultana, Conor Oberst, Dan Croll, Thomas Dybdahl und Johnossi.

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Ich kann nicht alle wunderbaren Künstler aufzählen – es würde den Rahmen sprengen. Aber wenn ihr neugierig seid, hört doch mal rein:

http://www.asummerstale.de/de/program

Mit der A Summers Tale – App habt ihr die Möglichkeit Hörproben zu allen Musikern zu genießen. Ich kann sie euch nur ans Herz legen. Ihr werdet überrascht sein wie viele Themen dieser großartige Event vereint. Qi Gong, der Barfusspfad oder Functional Movement lassen endgültig den Alltag verpuffen, wie eine Seifenblase, die ihr abends bei stimmungsvoller Musik vor der Konzertbühne in den Himmel aufsteigen sehen könnt. Bei einer glasklaren Stimme von Birdy oder der wunderbaren PJ Harvey. Die, die Nachts nicht zur Ruhe kommen können mit coolen DJs, zu feinster Lichttechnik unter freiem Himmel tanzen. Letztes Jahr gab es Lagerfeuer, dieses Jahr 30 Grad und verdammt gute Laune.

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Zum Glück habe ich einiges verpasst, weil das Angebot einfach so wunderbar umfangreich ist. Das Jahr dauert ja noch eine Weile an und den ein oder anderen Künstler sieht / hört man sicher irgendwo wieder. Zumindest werde ich Ausschau halten nach bekannten Gesichtern und deren Termine.

          

Einige interessante Links habe ich euch hier zusammen gestellt. So könnt ihr selbst mal stöbern, was es vor Ort alles zu sehen gab und vielleicht entdeckt ihr das ein oder andere Schätzchen ☺️

http://www.eingarten.com/

https://www.catsamjewelry.com/

http://www.asummerstale.de/de/flypsite

Ein friedliches Festival durch und durch. Im Grunde eine Selbstverständlichkeit, doch nicht in der heutigen Zeit, leider. Kostbar, dieses Fleckchen Erde und ich freue mich wahnsinnig auf nächstes Jahr.

                                              xo Natascha